Kinderbücher sollten Spiegel der Welt und Fenster zur Welt zugleich sein.

Ein Spiegel, mit dem Kinder lernen können, ihr Leben zu reflektieren, und ein Fenster, welches ihnen die
Chance gibt, das Leben eines anderen Kindes kennenzulernen.

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Als Odo eines Tages auf der Geburtstagsparty ihrer Freundin eine schwarze Puppe sieht, ist sie völlig begeistert.

Sie kann an nichts anderes mehr denken, als eines Tages eine eigene schwarze Puppe in ihren Armen hin und her zu wiegen. Odo ist für ihren sehnlichsten Wunsch bereit, einen beschwerlichen, aber auch lehrreichen Weg einzuschlagen.

Das kleine Mädchen lernt auf seiner Reise, an sich und seine Träume zu glauben.

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Und dann war es endlich so weit: Odo hatte Geburtstag. Gleich nachdem sie wach geworden war, krabbelte sie aus dem Bett und rief laut:

„Juhu, heute ist mein Geburtstag!“

Odo hoffte inständig, dass sie die schwarze Puppe als Geburtstagsgeschenk bekommen würde. Sie rannte zu ihrer Mama in die Küche. Doch bevor Odo fragen konnte, nahm ihre Mama sie liebevoll in die Arme, drückte sie und wünschte ihr alles Liebe zum siebten Geburtstag. Dann zündete sie eine große Geburtstagskerze an und sang Odo ein Geburtstagslied. Odo war glücklich, doch fehlte ihr zur kompletten Glückseligkeit noch die schwarze Puppe.

Aufgeregt fragte sie ihre Mama:

„Heute bekomme ich doch meine Puppe, richtig? Es ist schließlich mein Geburtstag!“

Odos Mama schaute sie traurig an. Sie nahm Odo in die Arme und sagte leise zu ihr:

„Odo, ich liebe dich über alles! Du bist mein Licht und meine Liebe. Aber ich habe nicht das Geld für eine Puppe. Ich musste unsere Nachbarin um Geld fragen, damit wir heute ein bisschen deinen Geburtstag feiern können. Von dem Geld gibt es Reis mit Soße, Getränke und leckere Muffins. Ich hoffe, dass du dich darüber genauso freuen kannst. Schatz, ich werde alles versuchen, um dir irgendwann die Puppe zu besorgen. Ich verspreche es.“

Odo war zwar unglücklich, dass sie die schwarze Puppe nicht bekommen hatte, aber ihre Traurigkeit war schnell verschwunden, als ihre Freunde und Freundinnen zum Feiern vorbeikamen. Die Sonne schien, die Kinder tobten herum und naschten von den Muffins, die besonders gut bei ihnen ankamen. Afia konnte gar nicht genug davon bekommen und während sie sich einen nach dem anderen in den Mund stopfte, schmatzte sie:

„Odo, ich liebe die Muffins von deiner Mama. Die sind so lecker. Ich wünschte, meine Mutter könnte auch solche feinen Muffins machen. Lecker!“